Auslöser Hufrehe
Wie bekommt ein Pferd Hufrehe?
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Wie bekommt ein Pferd Hufrehe?

Die Auslöser einer Rehe sind vielfältig und sollten unbedingt geklärt werden, um weitere Schübe zu verhindern. Leider sind die genauen Ursachen und Prozesse im Huf noch nicht gänzlich wissenschaftlich geklärt, was zu einer großen Unsicherheit der nachfolgenden Therapie führt. 

Generell sind die folgenden Auslöser für Hufrehe bekannt:

  • Insulinresistenz

Insulin ist ein Hormon und überbringt den Zellen die Nachricht, dass der Blutzuckerspiegel zu hoch ist und Zucker aufgenommen werden soll. Warum genau die hohen Insulinmengen als Reheauslöser fungieren können ist wissenschaftlich noch nicht geklärt.

  • Fettleibigkeit

Fettgewebe ist eine hormonaktive Masse. Die Hormonmengen und deren Wirkungen verändern sich, wenn die Menge des Fettgewebes die physiologische Größe übersteigt.

Das Hormon Zytokin wird vom Fett produziert und gilt als möglicher Reheauslöser. Auch Adeponectine werden vom Fett produziert und bewirken normalerweise eine Sensitivierung auf Insulin. 

  • Stoffwechselerkrankungen

Es gibt Stoffwechselerkrankungen, die als möglicher Auslöser für Hufrehe gelten. Die bekanntesten sind das Equine Metabolische Syndrom EMS und das PPID/Equines Cushing Syndrom.

  • Vergiftungsrehe

Hufrehe ist eine häufige Nachwirkung einer Vergiftung, besonders von chronischen. Dabei ist es egal, wodurch das Pferd vergiftet wurde. 

  • Belastungsrehe

Werden Pferde sehr viel, lange und in hohem Tempo auf hartem Boden genutzt, kann es schon ohne Zutun weiterer Faktoren zu einer Belastungsrehe kommen. Eine andere Art der Belastungsrehe ist es, wenn durch eine  Schonhaltung die Partnergliedmaße doppelt belastet wird.

  • Unphysiologische Hufsituation

Der Hufbeinträger ist schon allein durch unphysiologische/ ungesunde Hufformen einer erhöhten Belastung ausgesetzt. Durch stark hebelne Zehen oder Wände, ist die Verbindung zwischen Hufbein und Hornkapsel anfälliger für eine Schädigung.

  • Medikamente

Auch durch Medikamente kann eine Hufrehe ausgelöst werden. Besonders auf Kortison und Schmerzmittel muss geachtet werden. 

  • Geburtsrehe

Wenn die Nachgeburt im Geburtstrakt verbleibt, kann es zu einer bakteriellen Entzündung kommen. Diese Entzündung kann sich auch auf Hufbeinwandlederhaut auswirken. Dadurch kann es dann zu einem Reheschub kommen.  

  • Darmerkrankungen

Es ist möglich, dass Pferde nach einer Magen-Darm-Erkrankungen einen Hufreheschhub erleiden können. Zu den üblichsten Erkrankungen zählen Koliken und eine katarrhalische Darmentzündung.

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